SPD Affalterbach

Unterstützung von Senioren bei Corona-Impfung

Gemeindenachrichten

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Affalterbach,

seit dem 27.12.2020 ist es für ältere Menschen ab 80 möglich, sich in den eingerichteten Impfzentren gegen Corona impfen zu lassen. Dazu muss man aber telefonisch oder über das Internet einen Termin vereinbaren. Telefonisch ist das, laut Berichten, nicht immer so einfach und bei einer Internetanmeldung haben ältere Menschen oft technische Probleme, wenn sie überhaupt einen Computer oder ein modernes Smartphone besitzen.

Um ältere Menschen bei IT-Fragen zu unterstützen, gibt es seit längerem schon eine Schülergruppe, initiiert von unserm langjährigen SPD-Mitglied Barbara Geek, die den älteren Menschen hier mit viel Engagement weiter hilft. Aufgrund der momentanen Corona-Maßnahmen kann diese Hilfe z. Zt. aber nicht mehr angeboten werden.

Es besteht die Gefahr, dass bestimmte gesellschaftliche Gruppen, wie ältere Leute und nicht so IT affine Familien von der Teilnahme an notwendigen Aktivitäten, wie Corona-Impfungen oder auch Schulunterricht abgehängt werden. Nachbarschaftliche Hilfe gelangt gerade in Corona-Zeiten hierbei an ihre Grenzen. Hier sind staatliche und kommunale Institutionen gefordert. Die SPD-Affalterbach sieht das als gesellschaftliche Aufgabe über die Corona-Zeit hinweg, in der sich durchaus auch die Gemeinde engagieren sollte.

Ein weiteres Problem ist der Transport zu dem nächstgelegenen Kreisimpfzentrum (für Affalterbach liegt dies ab dem 15.01.21 in Ludwigsburg, Grönerstr. 33). Der Transport muss hierbei selber organisiert und bezahlt werden. Dies kann für besonders betagte oder auch behinderte Senioren unter Umständen unmöglich sein. Bezüglich einer Alternative, im Zuge der Impfungen im Kleeblattheim durch mobile Impfteams auch gleich andere Senioren mit zu impfen, verweist Bürgermeister Döttinger auf die Corona-Seite des Landes Baden-Württemberg: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/. Impfungen von Einzelpersonen, auch behinderten, sind hier nicht vorgesehen.

Andere Gemeinden sind hier schon weiter und bieten, wie Schwäbisch Hall, wenigstens zusätzliche Gutschein für Taxifahrten für bedürftige Senioren an. 

Da diese Probleme nicht nur Affalterbach betreffen, hat sich die SPD-Kreistagsfraktion mit einem offenen Brief an Gesundheitsminister Lucha gewandt (s. unten). Wir hoffen, dass sich dieser momentane Zustand zum Wohle aller Senioren bald verbessert. 

Wir von der SPD bleiben dran. Wir prüfen, was wir für Affalterbach machen können, um Senioren, die geimpft werden möchten, dieses auch zu ermöglichen.

 

Brief der SPD-Kreistagsfraktion, Hindenburgstr. 40, 71638 Ludwigsburg:

     

Herrn Manfred Lucha

Minister für Soziales und Integration

Konrad-Adenauer-Str. 12

70173 Stuttgart

                                                                                                         09.01.2021                                                                                                                                                            

Sehr geehrter Herr Minister Lucha,

 

heute wenden wir uns in einer Angelegenheit an Sie, zu der Sie in den letzten Tagen sicherlich viele Anfragen bekommen haben.

 

Thema ist die Situation, dass in den Pflegeheimen nur diejenigen Bewohner geimpft werden, die auf den Pflegestationen untergebracht sind. Die Bewohner der angegliederten betreuten Wohnungen aber müssen über die regulären Impf-Termin-Schienen einen Termin in einem offiziellen Impfzentrum ausmachen und organisieren.

Und die Anwendungen der Wege zu diesen Terminabsprachen sind zurzeit nicht praktikabel, wie wir alle massiv feststellen können.

 

Das sind riesige Steine, die damit den älteren Menschen in den Weg gelegt werden. Sie sind es meist nicht gewohnt, mit den modernen Medien umzugehen, noch dazu sind sie körperlich oft nicht mehr sonderlich mobil. Es fällt uns deshalb mehr als schwer, die oben beschriebene Praxis nachvollziehen und akzeptieren zu können.

Unseres Wissens fahren die mobilen Impfteams die Pflegeheime an, intensiv im Vorfeld terminlich geplant und vorbereitet. Da müsste es doch möglich sein, den Bewohnern in den betreuten Wohnungen diese Termine mitzuteilen, damit alle erforderlichen verwaltungstechnischen Unterlagen rechtzeitig in die Wege geleitet werden können?  Somit könnten alle Betroffenen gleichzeitig und parallel geimpft werden.

 

Auch wirtschaftlich und ökologisch ist dies eine sinnvollere und befriedigendere Lösung: Keine Extra-Fahrt mit dem Taxi ist notwendig, die Impfaufklärung kann in unaufgeregter Situation im Heim stattfinden, die Impfung selbst findet in einer vertrauten Umgebung statt usw. Für unseren älteren Mitbürginnen und Mitbürger schwerwiegende Argumente. Es können so in Kürze deutlich mehr Menschen geimpft werden, darüber hinaus wären die Impfzentren entlastet.

 

Wir erwarten, dass die seitherige Handhabung zukünftig geändert und verbessert wird. Dies ist u. E. ohne große Aufwendungen möglich.

 

Mi freundlichen Grüßen

 

SPD-Kreistagsfraktion des Landkreises Ludwigsburg

 

J. Kessing                 R. Schröder

 

Anmerkung 16.02.21 : Inzwischen hat sich einiges getan. Unmut und Druck hatten verschiedene Verbände und Parteien geäußert. Z.B. hat sich das Rote Kreuz Bereit erklärt, bedürftige Personen zu einem Impfzentrum zu fahren. 

 
 

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Jeden Montag verschickt die Leiterin der Digitalen Kanäle, Carline Mohr, ein persönliches Mailing für all die Menschen da draußen, die nicht 24/7 auf Facebook & Co. unterwegs sind und dennoch nichts verpassen wollen. Darin: jeweils die Netz-Highlights der letzten Woche. weiterlesen auf https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/das-beste-aus-dem-internet-kw-25/21/06/2021/

21.06.2021 19:55 1von400Tausend werden
#1VON400TAUSEND Warum eigentlich SPD? Warum Sozialdemokratie? Die Antworten auf diese Frage sind bunt. Sie sind laut und trotzig, sie sind stolz und liebevoll. Wir sind rund 400.000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Und jede*r von uns bringt seine eigene, besondere Geschichte mit. Einige davon erzählen wir in unserem Projekt #1von400Tausend. Zum Beispiel haben wir mit Olga gesprochen.

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